Verlängerung A3 löst nicht das Verkehrsproblem

Warum neue Straßen keine Lösung sind

  • Der Weiterbau der A3 bringt nachweislich mehr Verkehr und ist keine Entlastung für die Anrainergemeinden
  • Der Weiterbau der A3 bis zur Grenze ist ein Teil einer Transitroute
  • Der Weiterbau der A3 ist ein Jobkiller
  • Autobahnen begünstigen das Wirtschaftswachstum in den Ballungszentren
  • Die Autobahn zerstört Lebens- und Wirtschaftsräume, aber vor allem Erholungsräume
  • Das Verkehrsaufkommen auf Autobahnen, vor allem auf Transitautobahnen erhöht sich viel schneller als auf Landes- und Gemeindestraßen
  • Mehr Verkehr verschlechtert unsere Lebensqualität
  • Mehr Verkehr gefährdet unsere Gesundheit

Wien macht dicht – für die Ungarn und die Burgenländer!

Im Ballungsraum Wien kommt es wegen Pendler- und Berufsverkehr täglich zu Staus an den Stadteinfahrten. Bisher hat die „Engstelle“ in Klingenbach den Pendlerverkehr dosiert in Richtung Wien weitergeleitet, sodass an den Stadtgrenzen relativ wenig Stau entstanden ist.

Die Umsetzung des Wiener Masterplans Verkehr bedingt Probleme für die individualmotorisierten Pendler, da von einer Steigerung der Bevölkerungszahl im Umland von Wien und gleichzeitig von einer Verminderung des motorisierten stadtgrenzenüberschreitenden Individualverkehrs die Rede ist!

Die ausgebaute A3 wird zusammen mit der lauen Entwicklung der Löhne in Ungarn noch mehr Pendler anlocken, man sollte sich vor Augen halten, dass dann Pendler aus Savar schneller in Wien sind als ein Burgenländer aus Oberwart!

Zusammen mit der Umweltsituation und der Vorgabe, 71% der Stickoxide einzusparen wird Wien mittelfristig Maßnahmen zur Limitierung der Anzahl der Fahrzeuge ergreifen müssen.

Das Stadtgebiet von Wien wird durch den Autobahnausbau einer hohen Umweltbelastung ausgesetzt. Wenn die Autobahnen den Verkehr schneller an die Stadt heranbringen, als die Stadt die Verkehrsmassen aufnehmen kann, bilden sich zwangsläufig an den Stadteinfahrten Staus. Diese Staus verursachen einen hohen Schadstoffausstoß am Stadtrand genau dort, wo sich in den Industriegebieten viele arbeitende Menschen aufhalten.   https://www.kfz-betrieb.vogel.de/kba-nachmessung-dobrindt-laesst-zurueckrufen-a-530810/index2.html

Es ist positiv für einen gleichmäßigen und emissionsarmen Verkehrsfluss, wenn es weiter vor den Städten auf den Autobahnen Strecken mit geringerer Höchstgeschwindigkeit gibt, die den Verkehr etwas verzögern und so dosiert in Richttung Stadt weiterleiten. Neben der Südautobahn mit dem Tempo 100 im Wechselgebiet hatte auch die A3 vorgelagerte Strecken mit geringerer Geschwindigkeit, wie die S31 und die Bundesstraßenverbindung nach Sopron. Auf der A4 fehlt so eine Dosierung, dadurch entstehen dort öfters Staus. Sollte die A3 von Ungarn kommend ohne Dosierstrecke durchgehend ausgebaut werden, würde sich der tägliche Stau auf der Südautobahn vor Wien vervielfachen, und die Pendler aus Ungarn wären noch vor den Süd- und Mittelburgenländern am Stadtrand angestellt.

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