Verlängerung A3 bringt wirtschaftliche Nachteile

Der lokale Wirtschaftsraum wird nachhaltig geschädigt

  • Langfristig Jobkiller durch Ostwärtswanderung der Betriebe
  • Touristendurchreise wird beschleunigt
  • Lokale Betriebe wandern noch mehr nach Osten ab
  • Verlust regionale Anbauflächen
  • Massive Grundentwertung in den betroffenen Gemeinden

Die ungarischen Pendler sind schneller in Wien, um den Burgenländern Konkurrenz zu machen.

Die burgenländischen Pendler stehen länger im Stau, weil die Ungarn viel schneller in Richtung Wien weiterkommen.

Auch Firmen aus dem Billiglohnland Ungarn sind noch schneller vor Ort und machen den einheimischen Firmen das (Über) leben schwer.

Für die Entwicklung größerer Industriegebiete, wie in Hornstein, fehlt im Wulkatal der Platz, daher werden sich Firmen bevorzugt im Niedriglohnland Ungarn bei Sopron niederlassen, weil die ASFINAG eine schnelle Anreise garantiert. 

Derzeit ist in Ungarn die Körperschaftssteuer für Betriebe mit 9% wesentlich niedriger als in Österreich mit 25%. Bei der Einkommenssteuer steht eine Flat Tax von 15% einer Steuerlast von bis zu 55% entgegen. Industriegründe werden in Ungarn um 20 Euro per m² angeboten, im Bezirk Eisenstadt werden 70 Euro per m² verlangt.

Wenn bei einer ausgebauten A3 ein Gewerbetreibender aus Schattendorf gleichzeitig mit einem Gewerbetreibenden aus Sopron nach Wien aufbricht, ist der ungarische Gewerbetreibende schon bei Pottendorf, wenn der Burgenländer erst die Autobahnauffahrt erreicht.
Mit der neuen Autobahn werden ungarische Gastarbeiter aus dem Komitat Györ Moson Sopron schneller in Wien sein, als Menschen aus dem Raum Oberwart Oberpullendorf – wie viele Arbeitsplätze im Burgenland sind so bedroht?

In welchen Ausmaß wird das Burgenland mit Kosten für die Kompensation der von der Autobahn verursachten zusätzlichen Schadstoffausstoß belastet?

Die EU will die Risken für das Leben und die Gesundheit der Menschen verringern und hat deshalb die Strategie Clean Air for Europe (Saubere Luft für Europa, CAFE)  beschlossen.

Ziel der Regelungen ist es, die aufgrund der Luftverschmutzung bestehenden Gesundheitsrisiken und Umweltfolgen zu verringern und das EU-Recht mit internationalen Verpflichtungen, die sich aus dem 2012 geänderten Göteborg-Protokoll ergeben, in Einklang zu bringen.  Die Richtlinie zu nationalen Emissionshöchstmengen (National Emissions Ceilings = NEC-RL) verpflichtet Österreich bis 2030  die gefährlichsten Schadstoffe gegenüber dem Niveau von 2005 zu reduzieren:

  • 41% Schwefeldioxid (SO2)              
  • 71% Stickoxide (NOx)
  • 36% flüchtige organische Kohlenwasserstoffe (NMVOC)
  • 46% Feinstaub (PM2,5) und           
  • 18% Ammoniak (NH3).

Österreich und auch das Burgenland muss daher den Schadstoffausstoß auch beim Verkehr verringern und nicht zusätzlichen Verkehr auf die Straße bringen. Werden die Reduktionsziele von Österreich verfehlt, drohen EuGH-Klagen und erhebliche Bußgelder, es  ist zu erwarten, dass der Bund im Wege des Finanzausgleiches von den Ländern einen Kostenbeitrag eintreibt.

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