Unsere Forderungen

1. A3-Verlängerung streichen

2. Umweltbelastung entlang der A3 minimieren

3. Öffentliche Verkehrsmittel fördern

4 .Güterverkehr von der Straße auf die Schiene

Ad 1.) A3-Verlängerung streichen

Solange die Verlängerung der A3 vom Knoten Eisenstadt bis zur Staatsgrenze im Bundesstraßengesetz enthalten ist, MUSS sie gebaut werden. Wir leben in einem Rechtsstaat. Obwohl die EU nicht darauf besteht, hat Österreich vor Jahren schon den Bau dieses lebensfeindlichen Projektes mit Ungarn vereinbart. Damit soll dem wachsenden, lärmenden und stinkenden Ost – West – Transit – zusätzlich zur bestehenden A 4 Györ – Nickelsdorf – Wien – eine weitere LKW-Transit-Achse zur Verfügung gestellt werden.

Ungarn baut bereits diese LKW-Transit-Autobahn von Györ nach Sopron, die mittelfristig bis zu unserer Staatsgrenze führen wird. Dann wird der Transitdruck auf Österreich unerträglich und die etwa Verlängerung der A3 ERZWUNGEN werden. Deshalb wäre es Aufgabe des Nationalrats, dieses kurze Baulos aus dem Gesetz unverzüglich herauszunehmen und die Vereinbarung mit Ungarn auf unbestimmte Dauer auszusetzen.

Je früher unsere Nachbarn mit unseren Forderungen konfrontiert werden, umso besser. Dann kann sich auch Ungarn auf eine umweltverträgliche verkehrspolitische Weichenstellung (Schiene statt Straße ) einstellen und die neue Autobahn mit einem Knoten Sopron beenden, analog zum Knoten Eisenstadt.

Leider haben Bundesregierung und Burgenländische Landesregierung auf diese Forderung bislang nur beschwichtigend reagiert. Im Auftrag der Bundesregierung setzt die ASFINAG ihre A3- Planung fort, obwohl die hauptsächlich betroffenen Gemeinden Klingenbach, Zagersdorf und Wulkaprodersdorf den Weiterbau bereits abgelehnt haben.

Weder die Landesregierung, noch die sieben NR Abgeordneten aus dem Burgenland haben beim Bund interveniert, damit dieser das umstrittene Baulos streicht. Womit offenkundig ist, dass Bund und Land uns nur hinhalten, um die A3-Verlängerung GEGEN den Willen der betroffenen Bevölkerung zu realisieren. Nach den Landtagswahlen…

Ad 2.) Umweltbelastung entlang der A3 minimieren

Es geht uns um den Erhalt von Lebensqualität und Erholungsraum, sowie um den Wohn- und Freizeitwert in unseren Gemeinden. Mehr Verkehr bedeutet jedoch geringere Lebensqualität wegen Lärm, Feinstaub, Abgasen, Landschaftsverbrauch sowie Zerstörung von wertvollem Kultur- und Lebensraum.

Wenn eine Autobahn mehr Verkehr bringt, wird es auch mehr Ausweichverkehr in den Gemeinden geben. Auch der Zubringerverkehr aus den Nachbargemeinden Zagersdorf, Antau, Drassburg, Schattendorf und St. Margarethen zur Autobahn wird zunehmen und die Anrainer belasten.

Wenn unsere PKW-A3-Pendler-Autobahn zur LKW-A3-Transit-Autobahn mutiert, dann kann es kein LKW-Fahrverbot mehr geben. Dann rollt ungehindert stetig wachsender Schwerverkehr, den es bislang hier nicht gibt. Denn der Bau von 10 km Autobahn muss sich für die Aktionäre der ASFINAG rechnen. Daher wird diese für immer mehr Verkehr sorgen. Es liegt im Interesse der ASFINAG, Transitströme anzuzapfen und diese auf „ihre“ Autobahn zu bringen. Denn sie hat nur zwei Einnahmequellen: die Autobahnvignette und die LKW-Maut.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Grundstücke und Häuser im Umkreis von Autobahnen wegen der Umweltbelastung an Wert verlieren.

Ad 3.) Öffentliche Verkehrsmittel fördern

Autobahnen begünstigen das Wirtschaftswachstum in den Ballungsräumen. Die ländlichen Regionen dazwischen rinnen hingegen aus. Gewinner sind Städte, wie Wien, Wiener Neustadt, Bratislava, Györ … und die Straßenbaulobby. Mit der Verlängerung der A3 werden unsere Gemeinden als Wirtschaftsstandort keinesfalls attraktiver. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass weitere Betriebe in die Ballungsräume abwandern. Und sich damit der Zwang zum Pendeln und der Ruf nach attraktiven öffentlichen Verkehrsmitteln verstärkt.

Die Bahnverbindung in den Großraum Wien könnte längst schon kundenfreundlich funktionieren, wenn endlich der Trassenverlauf bei Wulkaprodersdorf und Ebenfurt im Einvernehmen mit den betroffenen Gemeinden großzügig verbessert würde. Und die Fahrpreise bei Bus und Bahn müssten konkurrenzfähig werden, damit es sich lohnt, von privaten PKW auf Öffi’s umzusteigen.

Ad 4.) Güterverkehr von der Straße auf die Schiene

Während die Bevölkerung auf preiswerte, sichere und rasche öffentliche Verkehrsangebote hofft, werden im Burgenland hauptsächlich hochrangige Straßen gebaut (A6, S31 Schützen, S31 bis zur Grenze, A3, S7, S4 sowie die Nord-Süd-Schnellstraße im Bezirk Mattersburg).  Kaum eine Investition in die Schieneninfrastruktur, die dazu dient, den Warentransit von der Straße auf die Schiene zu verlegen. Im Gegenteil: derzeit verlagert sich der Güterverkehr immer stärker auf die Straße.

Dieses Drama wird solange fortgesetzt, als die Frächter zwar ihre Einnahmen privatisieren, aber die Umweltbelastungen auf die Bevölkerung abwälzen.

Als Alternative zur Verlängerung der A3 bis zur Grenze bietet sich die Bahnstrecke von Ebenfurth über Neufeld, Müllendorf, Wulkaprodersdorf,… nach Ödenburg an. Wann werden Sonntagsreden Taten folgen? Nie, solange Transport-Lobby und Aktionäre der ASFINAG unsere Verkehrspolitik bestimmen.

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