Pressemitteilung BIG A3 vom 07. April 2021

Die BIG A3 – überparteiliche Bürgerplattform gegen den Weiterbau der A3 – ortet widersprüchliche Signale um das Thema Verlängerung der A3.

Die Gemeinden haben den Bau der A3 Verlängerung abgelehnt. Der Landtag hat die Streichung der A3 Verlängerung aus dem BSTG gefordert. Die Landesregierung hat im Regierungsplan 2020 die Errichtung der A3 Verlängerung abgelehnt. Die Klimasituation unseres Planeten ist nicht rosig und die nationalen Regierungen sollten darauf reagieren. International wird in Europa das Thema ganz groß geschrieben.
Gleichzeitig baut Ungarn an der M85. Die S4 von Mattersburg nach Wr. Neustadt wird auf Autobahnniveau ertüchtigt. Die S31 von Eisenstadt nach Mattersburg hat den Status einer Autobahn. Die Bürgerinitiative ist besorgt, dass dadurch der Straßenverkehr noch stärker zunimmt.
In dieser, für die Bevölkerung sehr verunsichernden Situation, stellt die BIG A3 dem LH Doskozil und Verkehrslandesrat Dorner am 07.04.2021 im direkten Gespräch folgende Fragen, um möglichst Informationen aus erster Hand zu erhalten und Sicherheit für die Zukunft zu schaffen.
 Wie steht der LH zu dieser Situation?
 Wie sind die Pläne des Landes betreffend der aktuellen bzw. der zu erwartenden Verkehrssituation an der jetzigen A3 und B16?
Inhalt – Erkenntnisse aus dem Gespräch
Der LH bekräftigt seine ablehnende Haltung zur Verlängerung der A3 und dementiert Gerüchte über den Bau einer Schnellstraße am Bestand der B16. Die B16 soll so erhalten bleiben, wie sie jetzt ist. Er spricht sich erneut für die Beibehaltung der Tonnagenbeschränkung der LKW auf burgenländischer Seite auf 7,5 Tonnen aus, um einen LKW-Transitverkehr zu vermeiden. In diesem Zusammenhang verweist er auf den Zukunftsplan Burgenland, wo diese Position festgeschrieben ist.
Zur Frage des geplanten Sicherheitsausbaus der S4 von Mattersburg nach Wr. Neustadt verweist er darauf, dass dort Tempo 100 aus gesetzlichen Gründen beibehalten werden müsse und kein Autobahnausbau geplant sei.
Er verweist auf den unmittelbaren Baubeginn der Lärmschutzwand und des Flüsterasphalts auf der A3 bei Großhöflein und Müllendorf. Weitere Forderungen der BI im Hinblick auf den zunehmenden LKW-Verkehr, bedingt durch den Ausbau des Logistikclusters in Müllendorf, sind der LH und der Landesrat durchaus offen für weitere Maßnahmen zur Entlastung der Bevölkerung und Hebung der Verkehrssicherheit, wie z.B. Überholverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen für LKW im Bereich der Autobahnauffahrt in Müllendorf.
Zum Öffentlichen Verkehr und Maßnahmen, die Bahnverbindungen betreffen, gibt es derzeit laut LH und Landesrat Verhandlungen und konkrete Pläne mit dem Bund. Angeblich geht es dabei um die Beschleunigung der Eisenbahnverbindung zwischen Sopron und Wien.
Landesrat Dorner verweist auf eine konstruktive Gesprächsbasis zu den Verantwortlichen auf ungarischer Seite und im Fall der Schleife Ebenfurth auf niederösterreichischer Seite.
Betreffend eines Ausbaus des Güterterminals auf ungarischer Seite zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene sieht der Landeshauptmann bei sich keine Zuständigkeit, sondern bei der Bundesregierung. Aus Sicht der BI sollte jedoch eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene sehr wohl auch im Interesse des Landes sein und dafür auch Anstrengungen unternommen werden.

Teilen mit